Projekte in  Niederschlesien

Weltkulturerbe,

Perlen der sakralen Kunst und Kultur

Eines der bekanntesten Förderprojekte der Erika-Simon-Stiftung ist die Friedenskirche in Jauer (Jawor). 

Projekte

 Niederschlesien

Projekte in Niederschlesien

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Lauban / Lubań

Bei der Frauenkirche in Lauban wurde das Dach komplett restauriert. 
Auch andere Organisationen und private Spender haben sich an diesem Projekt beteiligt.

 

Bad Warmbrunn / Cieplice Sląskie Zdrój

In der Bethauskirche der evangelischen Pfarrgemeinde Bad Warmbrunn wurden 2001 von der Erika-Simon-Stiftung die Kosten für die Restaurierung liturgischer Geräte übernommen. Diese waren vor Ende des 2. Weltkrieges im Garten des Pfarrhauses vergraben worden.

2010 wurden außerdem 35.000 Euro für die Instandsetzung des Kirchendaches zur Verfügung gestellt.

Deutsch-Polnische Stiftung

 

Hirschberg / Jelenia Góra

In der Gnadenkirche zu Hirschberg wurde das Altarbild von der Erika-Simon-Stiftung restauriert. Außerdem wurden einige der übermalten deutschen Bibelverse an den Emporen wieder freigelegt.

Für das Museum Karkonoskie in Hirschberg wurde 2010 die Anschaffung von vier geschnittenen schlesischen Glaspokalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert von der Erika-Simon-Stiftung finanziert.

2002 wurde die Restaurierung der im 19. Jahrhundert zur Ehrung des verdienstvollen Bürgermeisters Schönau aufgestellte Säule von der Erika-Simon-Stiftung finanziert.

 

Agnetendorf / Jagniątków

Gerhart Hauptmann-Büste des Künstlers Arno Breker im Haus Wiesenstein.

 

Hermsdorf / Sobieszów

Mit den Mitteln der Erika-Simon-Stiftung wurde der Lüster in der katholischen Kirche zu Hermsdorf restauriert.

 

Giersdorf / Żeliszów

Mit den Mitteln der Erika-Simon-Stiftung und der polnisch-deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde die erste Etappe der Sanierung des Turmes der ehemaligen evangelischen Kirche in Giersdorf (heute Zeliszow) ermöglicht. 

 

Grüssau / Krzeszów

Archivierung des Bibliotheksbestandes: Derzeit wird auf Initiative der Äbtnissin Regina das Archiv des heutigen Zisterzienserinnenklosters in Grüssau / Schlesien inventarisiert und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt scheint es sich bei den fast 2000 Faszikel umfassenden Bestand um die Reste von ursprünglichen vier unabhängigen Archiven, das Archiv des Archiprebyterats Landeshut, die katholischen Pfarrarchive von Grüssau und Neuen, das Archiv des Benediktinerklosters Grüssau und einigen zufällig in den Besitz des Klosters gekommenen Varia zu handeln. Nach der Meinung zahlreicher Experten gehört dieser Bestand in vielerlei Hinsicht zu den wichtigsten in Schlesien. Aufgrund dieser Tatsache unterstützt die Erika-Simon-Stiftung dieses Projekt.

Das bedeutendste Orgelbauwerk in Schlesien, die Engler-Orgel in der Klosterkirche in Grüssau (Krzeszow), der die Zerstörung drohte, ist gerettet. Der berühmte schlesische Orgelbauer der Barockzeit, Michael Engler d. J. (1688-1760), schuf in seinem Leben 27 große und kleine Orgeln. Zu einen bedeutendsten Schöpfungen zählt die zwischen 1732 und 1739 für die Klosterkirche der Zisterzienser in Grüssau (Riesengebirge) geschaffene „Große Orgel“, für die der bekannte Grüssauer Bildhauer Anton Dorazil den Prospekt schuf. Die Grüssauer Orgel ist die einzige Orgel Englers, die im Originalzustand erhalten blieb. Die anderen Werke aus seiner Hand wurden entweder zerstört oder total umgebaut. Auch das Grüssauer Kunstwerk war in Gefahr. Der Kalkstaub, der durch die Restaurierungen der Kirche bedingt, in die Orgelpfeifen eindrang, zerstörte allmählich das Metall. Eine gründliche Reinigung durch die Orgelbaufirma Jehmlich aus Dresden war dringend erforderlich. Die Erika-Simon-Stiftung, die sich für die Erhaltung des Kulturguts in Schlesien einsetzt, hat dafür seit 2016 an die 45.000 EURO zur Verfügung gestellt, so dass mit der Restaurierung der Orgel begonnen werden konnte. Doch bedingt durch die niedrigen Kapitalzinsen, die der Erika-Simon-Stiftung zur Zeit zur Verfügung stehen, vermochte sie diese Restaurierung allein nicht zu schultern. Mit der Bereitstellung weiterer Mittel durch den polnischen Staat und das Land Niedersachsen konnte inzwischen die Restaurierung abgeschlossen werden. Am 24. Oktober wurde die restaurierte Orgel der Kirchengemeinde übergeben. Durch das Spiel von Prof. Matthias Eisenberg wurde sie in ihrem neuen Klang vorgestellt. Es steht zu hoffen, dass dieses Instrument bei künftigen größeren Konzerten noch häufiger zum Einsatz kommt.

 

Liegnitz / Legnica

Mit den Mitteln der Erika-Simon-Stiftung wurde der Lüster in der katholischen Kirche zu Hermsdorf restauriert. 2010 wurde die Reparatur der durch ein Unwetter in Mitleidenschaft gezogenen Brunnenfigur vor der Kathedrale (sogenannter "Gabeljürge") von der Erika-Simon-Stiftung finanziert. 2006/07 wurde die Restauration der Scraffito-Dekoration am sogenannten Scholzhaus von der Erika-Simon-Stiftung mitfinanziert. Außerdem wurde in der evangelischen Liebfrauenkirche in Liegnitz die Restauration der Orgel durch die Erika-Simon-Stiftung bezahlt.

 

Jauer / Jawor

In der Friedenskirche in Jauer (Weltkulturerbe) wurden in den Jahren 2002 bis 2005 der Altar, die Kanzel, die Taufkapelle und ein Beichtstuhl durch die Erika-Simon-Stiftung restauriert. Außerdem wurde die Reparatur des Geläuts der Kirche mitfinanziert.

Es war der Stiftung ein Anliegen, mit der Rekonstruktion des Auguste-Viktoria-Hauses einen Raum zu schaffen, in dem Besucher und Gäste der Friedenskirche sich bei einer Tasse Kaffee ein wenig ausruhen können. Mit dem Dach und einem Teil des Innenausbaus sowie den denkmalsgerechten Fenstern bekam das Haus wieder sein früheres Aussehen und dient heute u.a. auch als Gemeindehaus.

Dem Regionalmuseum in Jauer wurde der Abguss einer Hauptmann-Büste aus den Mitteln der Erika-Simon-Stiftung als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Eine zweite Büste wurde für das Gerhart Hauptmann Haus in Agnetendorf hergestellt.

Trebnitz / Trzebnica

In Trebnitz wurde das Bild "Gethsemane" von Christian Philipp Bentum restauriert.

Christian Philipp Bentum (um 1690 vermutlich in Leiden; † nach 1757 vermutlich in Schlesien) war ein niederländischer Barockmaler, der ab 1712 in Böhmen und ab etwa 1731/32 in Schlesien tätig war.

In Schlesien malte er für das Kloster Grüssau und Kloster Trebnitz, für verschiedene Kirchen und den Dom in Breslau sowie für die damals in Schlesien anwesenden habsburgischen Aristokratie. Ihm gehören die Deckgemälde des Fürstensaals im Kloster Leubus und die Gemälde in der Bibliotheksaal.

Die Erika-Simon-Stiftung half bei der Restaurierung einer Kreuzigungsdarstellung, entstanden 1804 aus der schlesischen Malerfamilie Knövfel (Christian Friedrich oder Gottlieb Siegmund).

 
 

Muhrau / Morawa

In dem Schloss in Muhrau haben die Nachkommen der Familie Wietersheim-Kramsta einen Kindergarten und eine Bildungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeiten eingerichtet. 

In dem Kindergarten werden 30 Kinder von 4 bis 5 Jahren aus sozial schwachen Familien aus der Umgebung kostenlos nach dem pädagogischen Konzept von Maria Montessori von 8 bis 15 Uhr in der Woche betreut. 

Die Erika-Simon-Stiftung hat einen Teil der Mittel zur Verfügung gestellt, um das Dach des Schlosses zu restaurieren. Damit soll ein schlesisches Kulturdenkmal erhalten und die Betreuung der Kinder gesichert werden.

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