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Kultur

Schlesische Musikfeste

Wiederbelebung der Schlesischen Musikfeste

Die Erika-Simon-Stiftung setzt sich seit 2019 zusammen mit weiteren Initiatoren ein für die Wiederbelebung der traditionsreichen Schlesischen Musikfeste.

Seit 1830 fanden in Schlesien mehrere Gesangs- und Musikfeste von kleinstädtisch-kirchlichem Charakter statt, hauptsächlich getragen von Lehrergesangsvereinen und anderen Laien. Das erste Schlesische Musikfest wurde 1830 in Kynau (Niederschlesien) veranstaltet, das letzte dieser Reihe 1874 in Jauer Aber schon 1876 ergriff Hans Heinrich XIV. Bolko Graf von Hochberg (1843 – 1926), ein deutscher Diplomat, Intendant und Komponist, der von Schloss Fürstenstein in Schlesien stammte und der nach seiner Heirat 1869 vorwiegend auf Schloss Rohnstock lebte, die Initiative, das Musikfest anspruchsvoller mit professionellen, renommierten Musikern und klassischen Werken neu zu gestalten.  Einen großen Teil der dafür notwendigen finanziellen Mittel stellte er aus eigener Tasche bereit. Bis 1925 leitete er 19 der Schlesischen Musikfeste, die in Breslau, Hirschberg, überwiegend aber in Görlitz stattfanden. Dort traten hauptsächlich herausragende Musiker aus Deutschland, Polen und Tschechien auf, um große klassische Chor- und Orchesterwerke aufzuführen.

Um 1900 reichten Graf von Hochberg die Bedingungen nicht mehr, unter denen die Schlesischen Musikfeste in der umgebauten ehemaligen Ausstellungshalle des Gartenbauvereins in Görlitz stattfanden.  Wieder ist es seiner Initiative zu verdanken, dass Pläne für den Bau einer repräsentativen Konzerthalle in Görlitz entstanden. Die im Jugendstil errichtete, 1910 eingeweihte Stadthalle wurde in ihrem großen Saal mit einer Sauerorgel ausgestattet und bot 2700 Konzertbesuchern Platz.

Nach dem 2.Weltkrieg erlebten die Schlesischen  Musikfeste eine wechselhafte Geschichte, in Görlitz wurden im mehrjährigen Turnus Bachtage und Musikwochen veranstaltet. Erst nach der Wende konnten 1996 zum ersten Mal wieder an dem 27. Schlesischen Musikfest Künstler aus Deutschland, Tschechien und Polen verpflichtet werden.

Das Bewusstsein aber für die historische und kulturelle Relevanz der Schlesischen Musikfeste für Görlitz und für Schlesien erstarkte dann erst nach einer längeren Pause wieder und seine Wiederbelebung wurde 2019 von einem Initiativkreis in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt. Mit finanzieller Unterstützung der Erika-Simon-Stiftung wurden erste Konzerte erneut unter dem Namen Schlesische Musikfeste veranstaltet. Damit wurde die Erika-Simon-Stiftung ihrem Anspruch gerecht, Schlesien als Kulturraum aufzuwerten  und anzuknüpfen an die völkerverbindende Tradition der Schlesischen Musikfeste.

Detaillierte Informationen zur Entstehung, Geschichte, Wiederbelebung der Schlesischen Musikfeste sowie zu dem aktuellen Musikprogramm finden Sie unter www.schlesische-musikfeste.eu.

Krzyzowa Music-Festival

Jedes Jahr im Sommer treffen sich Musiker aus aller Welt in Krzyżowa/Kreisau (Polen), um miteinander zu musizieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Aufführungen zu realisieren.

Versierte Persönlichkeiten aus der klassischen Musikwelt („Seniors“) erarbeiten mit ausgewählten Nachwuchsmusikern („Juniors“) in zweiwöchigen Workshops ein speziell für das Festival konzipiertes Konzertprogramm.

Die etwa vierzig jungen Künstler studieren diverse kammermusikalische Werke ein, sowohl klassische wie auch moderne Werke werden im Studienrepertoire berücksichtigt.

Wie beim Vorbild des traditionsreichen amerikanischen Kammermusikfestivals Marlboro Music – gegründet von Musikern, die vor dem Hitler-Regime aus Europa geflohen waren - geht es bei Krzyżowa-Music nicht nur um ein Musizieren auf hohem Niveau, sondern auch darum, die Musiker wie auch das Publikum zum Nachdenken anzuregen.

Begleitend zum musikalischen Programmteil finden daher Symposien und Ausstellungen statt, 2017 u.a. zu den Themen „Musiker im Exil“ und „Musiker im Widerstand“.

Krzyżowa/Kreisau als geschichtsträchtiger Ort des Widerstands gegen den Naziterror und als ein Ort der deutsch-polnischen Aussöhnung nimmt dabei gerade heute eine besondere Stellung ein und bietet eine ideale Kulisse für dieses einzigartige europäische Kammermusik-Festival.

Die Erika-Simon-Stiftung gehört zu den Förderern des Festivals.

Das Festival wurde im Jahr 2021 mit 2.000,00 € gefördert.

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Konzerte in der Friedenskirche in Jauer

(Jaworskie koncerty pokoju)

Jährlich zwischen Mai und September finden in der Friedenskirche in Jauer (UNESCO Weltkulturerbe) Konzerte statt. Die Konzertreihe trägt den Titel "Friedenskonzerte". Die Erika-Simon Stiftung fördert die Veranstaltungen regelmäßig schon seit deren Beginn.

>>> ZUM PROGRAMM 2019  <<<

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