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Wichtigstes Projekt des Görlitzer Kulturvereins ist der internationale Liedwettbewerb „Bolko von Hochberg“, benannt nach dem Gründer und langjährigen Leiter der Schlesischen Musikfeste in Görlitz. Bisher haben drei Wettbewerbe stattgefunden, 2022, 2024 und 2026. 2026 fanden die erste Runde im historischen Kaufhaus Görlitz sowie Semifinale und Finale in der Niederschlesischen Philharmonie Ludomir Różycki in Hirschberg (Jelenia Góra) statt.

Die Erika-Simon-Stiftung stiftete für den Wettbewerb 2026 den ersten Preis, den Hedwig Preis. Die mit polnischen und deutschen Musikwissenschaftlern und Musikern besetzte Jury erkannte diesen Preis dem Duo Bo Wang (China), Bassbariton, und Yuriko Watanabe (Japan), Klavier, zu.

Liedwettbewerb „Bolko von Hochberg“ (2026)

Seit Jahren bemüht sich der in Görlitz ansässige Verein „Ars Augusta“ unter seiner Vorsitzenden Eleni Triada Müller um die Pflege der klassischen Musik im deutsch-polnischen Grenzraum.

Das Schlesische Museum zu Görlitz hat aus 80 Jahre nach den Umbruchserfahrungen 1945 eine Ausstellung umgesetzt. Welche Spuren hinterließen Krieg, Flucht und Vertreibung und wie schlugen sich diese „UmBrüche“ im jeweiligen künstlerischen Schaffen der „alten“ und „neuen“ Schlesier nieder? Wie sah ihr Leben nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und der Volksrepublik Polen aus? Wie hat sich die Grenzverschiebung und der damit einhergehende Bevölkerungsaustausch auf die europäische Kunst ausgewirkt?

Die Sonderschau, die von der Erika-Simon-Stiftung unterstützt wurde, lief im Schlesischen Museum vom 17.05.25 bis zum 04.01.26.

Hier kann man einen Bericht des MDR Kultur nachhören.

Ausstellung „UmBrüche 1945“ (2025)

Ausstellung über Umbruchserfahrungen 1945

1945 war für Schlesien ein Jahr tiefgreifender und schmerzlicher Umbrüche, von denen auch deutsche und polnische Künstlerinnen und Künstler betroffen gewesen sind. Wie sind jene mit der Zeitenwende umgegangen?

Teilnehmer der Tagung Mein Europa in Haus Schlesien.JPG

> Die Jahrestagung der Stiftung Kulturwerk Schlesien (SKWS) fand mit Unterstützung regionaler Partner vom 20. – 22.6.2025 in Oppeln (Opole) in den Räumlichkeiten der Woiwodschaftsbibliothek statt. Die Tagung trug den Titel „Zwischen nationalsozialistischer Germanisierung und Polonisierung. Die Zeit von 1933 bis 1949 im Oppelner Land“. Umgesetzt wurde die Veranstaltung in Kooperation mit zwei lokalen Partnern.

> Haus Schlesien organisierte seine diesjährige Academia Silesia unter dem Titel „Mein Europa – meine Europäer: Junge Multiplikatoren im Deutsch-Französisch-Polnisch-Tschechischen Dialog“. Die Tagung zum Thema der europäischen Grenzräume richtete sich vor allem an Studierende und Doktoranden und fand vom 16. – 22. November 2025 in Haus Schlesien in Königswinter statt. Partner von Haus Schlesien waren das Institut für Germanistik der Universität Opava (Troppau), das Institut der Universität Paul-Valéry Montpellier und das Germanistische Institut der Universität Wrocław (Breslau).

Schlesien-Tagungen

(2025)

Die ESS hat zwei Schlesien-Tagungen unterstützt

Wissenschaftliche Tagungen zu Themen der schlesischen Geschichte und Kultur bieten Gelegenheit zu Begegnung und  Gedankenaustausch zwischen Deutschen und Polen, jüngeren und älteren Wissenschaftlern.

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Vor 1945 existierten in vielen Orten in Schlesien zwei Kirchen – eine katholische und eine evangelische. Eine Folge der hierzulande zweihundert Jahre lang praktizierten „schlesischen Toleranz“. Mit der deutschen Bevölkerung verschwanden nach 1945 auch die meisten evangelischen Gemeinden. Vor allem in kleineren Orten genügte nun eine einzige Kirche, für gewöhnlich die katholische. Aber auch einige katholische Kirchen in Schlesien sind heute nur noch als Ruinen erhalten, meist in Folge von Kriegszerstörungen.

Die Erika-Simon-Stiftung unterstützte ein 2023 begonnenes Vorhaben des Hauses für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Gleiwitz (Gliwice), die schlesischen Kirchenruinen fotografisch zu dokumentieren und ihre Geschichte zu erforschen. Die Ergebnisse des von Dawid Smolorz und Thomas Voßbeck durchgeführten Projekts können hier online eingesehen werden.

Das Portal „SILESIA NEWS“ berichtet hier ausführlich.

Schlesische Kirchenruinen (2023)

Fotografische Dokumentation von Kirchenruinen

Im heutigen Schlesien gibt es eine auffällig große Zahl ungenutzter Kirchenbauten, die häufig in einem ruinösem Zustand sind. Was ist der Grund für dieses Phänomen?

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Heute dient das Gebäude, das auch als „Oberlausitzer Ruhmeshalle“  bezeichnet wurde, als Dom Kultury (Kulturhaus) von Zgorzelec – Theateraufführungen, Konzerte und deutsch-polnische Begegnungen finden hier statt. Gemeinsam mit der Deutsch-Polnischen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz (DPS) beteiligte sich die Erika-Simon-Stiftung 2022 an der Restaurierung der buntverglasten Oberlichter der Haupthalle sowie zweier Skulpturen an der Fassade.

Auf der Webseite der DPS lassen sich ausführlich dokumentiert viele Details der Sanierung in Erfahrung bringen.

„Oberlausitzer Gedenkhalle“ (2022)

Restaurierung buntverglaster Oberlichter

​Anfang der 2020er Jahre wurde die Oberlausitzer Gedenkhalle in der Stadt Zgorzelec mit Mitteln der EU renoviert. Der wilhelminische Monumentalbau wurde 1898 bis 1902 in der ehemaligen Görlitzer Oststadt errichtet.

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Park und Siedlung in Carlsruhe waren auf das Schloss ausgerichtet und wurden nach dem Vorbild des badischen Karlsruhe angelegt.

Der letzte Eigentümer Herzog Ferdinand von Württemberg ließ Kunst- und Einrichtungsgegenstände nach Stuttgart in Sicherheit bringen, bevor das Schloss 1945 beim Einmarsch der Roten Armee in Flammen aufging. 2022 wurden einige Stücke aus dem Nachlass

des 2020 verstorbenen Herzogs versteigert.

Die Erika-Simon-Stiftung hat es 2022 dem Museum des Oppelner Schlesiens ermöglicht, auf der Auktion „Schätze aus dem Hause Württemberg“ im Auktionshaus Neumeister mehrere Objekte zu erwerben, die einen Bezug zu der Familie Württemberg-Carlsruhe

und dem Schloss Carlsruhe haben. Im Museum soll ein Raum mit den erworbenen Objekten eingerichtet werden.

Sammlungsstücke aus Carlsruhe (2022)

Objekte für das Museum des Oppelner Schlesien

Ein Stück schwäbisch-schlesischer Geschichte: Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte das schlesische Carlsruhe (Pokój), Kreis Namslau (Namysłów) einer Nebenlinie der Herzöge von Württemberg.

© 2021 - Erika-Simon-Stiftung

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