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Sächsische Zeitung berichtet über unser Buch

20. Aug.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Aug.

Von Ines Eifler (herzlichen Dank für die Berichterstattung)


Görlitz. Bei Restaurierungen in Schlesien, bei Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen mit Schlesienbezug oder Festivals wie den Schlesischen Musikfesten taucht der Name Erika-Simon-Stiftung regelmäßig auf.


Soeben ist ein neues Buch mit dem Titel „Brücken der Zeit in Schlesien“ im Görlitzer Senfkorn-Verlag erschienen, das 30 Jahre Wirken der Stiftung dokumentiert und zahlreiche Projekte vorstellt, die sie unterstützt hat.


100.000 Euro pro Jahr für Schlesien


Wie viel sie insgesamt seit ihrer Gründung 1993 an Mitteln ausgereicht hat, lässt sich nicht sicher sagen. Doch in den vergangenen Jahren waren es laut Stiftung rund 100.000 Euro pro Jahr.


Die vom Berliner Journalisten Marc Oliver Rühle zusammengestellte deutsch-polnische Publikation vereint auf 200 Seiten eine Menge Fotos, Texte von Autoren wie dem stellvertretenden Stiftungsvorsitzenden Markus Bauer oder Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger und Interviews mit Weggefährten. Sie zeigen, was die Erika-Simon-Stiftung in den vergangenen drei Jahrzehnten ermöglicht hat.

Ein erster Blick ins zweisprachige Buch
Ein erster Blick ins zweisprachige Buch

Kirchen, Glas und Glocken


In der großen barocken Friedenskirche Jauer (Jawor) etwa konnten zwischen 2002 und 2005 mit ihrer Hilfe die Taufkapelle, der große Altar, ein Beichtstuhl, das Glockengeläut und die Kanzel restauriert werden.


In der Liebfrauenkirche Liegnitz (Legnica) unterstützte sie die Restaurierung der Orgel und des Glockenspiels. Auch in Bad Warmbrunn (Cieplice Śląskie-Zdrój), in Lauban (Lubań), im Kloster Grüssau (Krzeszów) und an anderen Orten engagierte sich die Stiftung.


Ebenso ermöglichte sie Ankäufe etwa für das Glasmuseum in Jelenia Góra, unterstützte Ausstellungen im Schlesischen Museum zu Görlitz, den Gesangswettbewerb „Bolko von Hochberg“ der Kulturorganisatorin Eleni Müller sowie wissenschaftliche Publikationen, Tagungen, Konzerte und deutsch-polnische Jugendbegegnungen.

Das Buch ist in taubenblaues Leinen eingebunden
Das Buch ist in taubenblaues Leinen eingebunden

Glasfabrikant gründete die Stiftung


Zugleich erinnert das Buch an die Anfänge, an Stiftungsgründer Gerhard Simon. Der gebürtige Schlesier, Müller und Kaufmann baute nach 1945 im Weserbergland das Unternehmen Simon Glas auf. Er überführte 1993, drei Jahre nach dem Tod seiner Frau Erika, seine Unternehmensanteile in eine Stiftung, die sich fortan der Bewahrung des schlesischen Erbes widmete.


Das Buch würdigt ebenso das Engagement seiner zweiten Frau Waltraud Simon, die seit dem Tod Gerhard Simons 2008 dessen Werk fortführt und sich auch noch im Alter von 89 Jahren von ihrer kleinen Wohnung am Görlitzer Stadtrand aus für Schlesien einsetzt.


„Brücken der Zeit in Schlesien“ ist in der Schlesischen Schatztruhe, Brüderstraße 13, im Schlesischen Museum, Brüderstraße 8, sowie im Buchhandel erhältlich.

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